Rudolf Emil Oertel
Von 1961 bis 1963 studierte er am Industrieinstitut der Technischen Universität Dresden und schloss dieses Studium mit dem Titel Dipl. Ing. Oec. ab. Seine Diplomarbeit beschäftigte sich mit den Auswirkungen von Rekonstruktionsmaßnahmen im VEB Möbelindustrie Eisenberg.
Ab 1953 war er Werkleiter im VEB „Möbel und Etuifabrik Eisenberg“, von 1959 bis 1969 Betriebsleiter des VEB Holzindustrie und von 1969 bis 1979 Kombinatsdirektor des VE Möbelkombinates Eisenberg.
Der VEB Möbel- und Etuifabrik firmierte ab 01.01. 1959 unter dem Namen VEB Holzindustrie Eisenberg, da der VEB Pianofortefabrik Eisenberg und die Pianofortefabrik Fuchs & Möhr eingegliedert wurden. Durch Vereinigung der Vereinigten Möbelwerke Südharz, der Qualitätsmöbelfabrik Eilenburg und dem VEB Möbelfabrik Schkeuditz entsteht mit Wirkung vom 01.01.1970 das VE Möbelkombinat Eisenberg. Ab 1980 gehört das Unternehmen zum VE Möbelkombinat Zeuelnroda und trägt den Namen VEB Möbelwerke Eisenberg.
In der Zeit in der Rudolf Oertel beruflich in Eisenberg tätig war, entstanden, unter wesentlicher Beteiligung der Möbelwerker, viele noch heute für Eisenberg wichtige Bauten und Instititutionen, so unter anderem das Hallenbad, das Freibad, der Tiergarten und die Wohnhäuser in der „Richard-Wagner-Straße“ und „An der Fichte“. Auch heute anderweitig genutzte Einrichtungen prägten jahrelang das Gesicht der Kreisstadt Eisenberg, so z. B. die Kegelbahn, der Verkehrsgarten und die Kaufhalle in der Jenaer Straße.
Rudolf Oertel starb am 23. Januar 2001 in Eisenberg.
Im Jahr 2006 wird eine Straße im neuen Wohngebiet „An der Siebenfreude“ nach Rudolf Oertel benannt werden.