Der Nixtümpel bei Walpernhain
Ein junges Mädchen ging einst von Stolzenhain nach Walpernhain. Als sie in die Nähe des Nixtümpels kam, gewahrte sie schon von weitem eine Nixe in dem Wasser, eine schöne, liebliche Frauengestalt mit langem, grünlichem Haar. Ihr Leib endete in einer großen Fischschwanzflosse. Leicht bewegte sich die Nixe in dem Wasser hin und her. Die flinken und gewandten Bewegungen, die die Nixe mit ihrem Fischschwanze machte, erregten die Aufmerksamkeit und Bewunderung des Mädchens, dass es am Rande des Tümpels stehen blieb und dem munteren Spiel der Nixe zuschaute. Diese näherte sich und sprach das junge Mädchen an. Sie versprach ihm Glück und dauernde Freude, wenn es zu ihr hineinkäme. Das Mädchen folgte ihren Lockungen und stieg in das Wasser. Es wurde von der Nixe in die Arme genommen und in die Tiefe gezogen.
Am anderen Tage fand man seine Leiche im Wasser, das sich rötlich gefärbt hatte. Die rötliche Farbe hat sich bis zum heutigen Tage erhalten. Die Nixe aber ist nie wieder gesehen worden.
ENDE