Die Wunderblume von Jakobsdorf
Nach Saasa sind vor vielen Jahren einmal fremde Reisende gefahren gekommen und haben bei dem Oberförster gefragt, wo das Japsdorf gestanden hätte und ob er sie nicht hinaus begleiten wollte. Der gab ihnen Bescheid, setzte sich auch selber mit auf die Kutsche. Draußen stiegen die Fremden ab und fingen an zu suchen. Sie suchten – so war die Antwort – eine Blume, die nur hier zu finden wäre, und wenn sie die gefunden hätten, wären sie glücklich für das ganze Leben, eben durch diese Blume. Und sie haben sich auch gefunden. Aber wie sie ausgesehen und wie sie geblüht hat, das weiß kein Mensch. Sie fragten den Oberförster, was sie schuldig wären. Der sagte: „Nichts.“ Darauf fuhren sie wieder hinein nach Saasa und bedankten sich zum Abschiede wohl zwanzigmal höflich bei ihrem Führer, dass er es ihnen erlaubt hätte, zu suchen.
Wie sie weg waren, hat der Oberförster in seiner Tasche ein paar schwere Goldstücke gefunden und hat nicht gewusst, wie diese hineingekommen sind.
ENDE